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"Dafür hast Du keine Zeit? -Stimmt nicht!" - Bremsklotz Reaktivität

Heute möchte Ich Dir einmal eine neue und für Dich unter Umständen auch provokante Sichtweise auf ein bekanntes Phänomen unseres täglichen Arbeitslebens geben. Du möchtest wissen um welches Phänomen es dabei gehen soll?

Um "Reaktivität". 

Und in diesem Zuge sind wir dann auch ganz schnell bei dem sehr eng damit verknüpften Thema "Widerstand".

Dann lass uns doch mal schauen ob Du auch von "Reaktivität" betroffen bist oder Sie zumindest in Deinem Arbeitsumfeld beobachten kannst. Und ich wette Du kannst :-)

Könnte der nachfolgende Satz von Dir stammen?

"Diese Aufgabe (Dieses Thema) kann ich (können wir) leider nicht machen (bearbeiten). Dafür habe ich (haben wir) einfach keine Zeit (keine Ressourcen)!"

Also mir kommt das insbesondere aus der Projektarbeit sehr sehr bekannt vor. Da ist es dann meistens das böse Tagesgeschäft was im Wege steht.

Und ich sage jetzt: "Dafür hast Du keine Zeit? - Stimmt nicht!"

Denn…

"Zeit hat man nur, wenn man sie sich nimmt."

Karl Heinrich Waggerl

Was macht das mit Dir wenn Du dieses Zitat liest? Fallen Dir spontan Gründe ein warum Du Dir die Zeit leider nicht nehmen kannst und woran das liegt bzw. wer dafür vielleicht verantwortlich ist? Ich gehe jetzt mit meiner Provokation sogar noch ein Stück weiter und sage: "Dafür dass Du keine Zeit hast bist nur Du verantwortlich!"

B O O M !

Na wie sieht die Emotionslage jetzt aus? Wenn Du sauer oder Ähnliches geworden bist stehen die Chancen sehr gut dass ich Dich "erwischt" habe und Du ggf. reaktiv unterwegs bist.

Lass mich meine obige Aussage um ein paar weitere Statements diesbezüglich ergänzen:

  • Es ist deine Entscheidung dass Du keine Zeit hast!
  • Du hast nicht "keine Zeit" sondern Du hast Dich entschieden etwas Anderes in dieser bzw. mit dieser Zeit zu tun!
  • Du triffst die Entscheidungen! Immer! Auch wenn Du keine Entscheidung triffst ist das letztendlich eine Entscheidung!
  • Du triffst Entscheidungen indem Du unterschiedliche Konsequenzen gegeneinander abwägst.
  • Wenn Du selbst jedoch keine Verantwortung für diese Entscheidung übernimmst dann bist und bleibst Du reaktiv und fremdbestimmt.

In deiner Rolle als Unternehmer bist Du Vorbild für deine Mitarbeiter und dies bedeutet umso mehr Verantwortung zu übernehmen und vorzuleben - speziell auch in Bezug auf dein eigenes Zeitmanagement.

Kommst Du also beispielsweise derzeit nicht dazu an deinem Unternehmen zu arbeiten weil Du die Buchhaltung selber machst oder die Lagerverwaltung administrierst etc. dann gibt es dafür nur einen Verantwortlichen: Dich selbst! Du erachtest dann offenbar die Konsequenz von Buchungsfehlern oder falschen Beständen schlimmer als die Konsequenzen daraus dein Unternehmen nicht weiterzuentwickeln. Du entscheidest was Du tust. Ob bewusst oder unbewusst. Und diese Entscheidung bestimmt wofür Du deine Zeit nutzt. Und niemand Anderes!

Ob jemand pro-aktiv oder reaktiv ist, kann man dabei immer sehr gut an seiner Sprache erkennen. Reaktive Menschen bringen in ihrer Sprache zum Ausdruck, dass sie keine Verantwortung übernehmen wollen. Menschen, die eine reaktive Sprache benutzen, suchen die Schuld an ihrer Situation nicht bei sich selbst, sondern bei anderen Leuten, den äußeren Umständen oder sogar bei den Sternen (beim Schicksal) - das böse Tagesgeschäft ist halt schuld. Solche Menschen unterliegen einem grundlegenden Paradigma von Fremdbestimmung.

Ein paar weitere Sprachbeispiele für Dich zur Verdeutlichung:

Ich muss das tun. (reaktiv) - Ich kann mich frei entscheiden. (proaktiv)

Ich kann nicht. (reaktiv) - Ich wähle. (proaktiv)

Ich muss. (reaktiv) - Ich ziehe vor. (proaktiv)

Wenn … dann … (reaktiv) - Ich werde. (proaktiv)

In einer Firmenkultur der Reaktivität sind Veränderungen nur sehr schwer umsetzbar. Ganz einfach weil mehr oder weniger Alle darauf warten (oder es gewöhnt sind), dass Veränderungen (von alleine oder durch andere ausgelöst) passieren, aber keiner aktiv handelt um sie selbst zu erreichen bzw. vorwärts zu bringen. Es verwundert dann sicher auch nicht, dass in einer solchen Kultur bestimmte moderne Managementmethoden, wie z.B. die agile Selbstorganisation von Teams, zwangsläufig auch an Ihre Grenzen stoßen und auch die Entscheidungsfreudigkeit häufig eher zu wünschen übrig lässt. Und wenn Du als Unternehmer auch noch Reaktivität vorlebst wird es ganz schwierig.

Kommen Dir in diesem Zusammenhang Punkte aus deinem eigenen Unternehmeralltag bekannt vor? Ist es nicht interessant sie einmal durch diese Brille zu betrachten?

Spannend wird es jetzt wenn wir dann ergänzend einmal hinterfragen weshalb in unserem Beispiel mit der nicht vorhandenen Zeit keine Verantwortung übernommen wird.

Insbesondere wenn Du als Unternehmer dies bei deiner Führungskraft erlebst oder Mitarbeiter bzw. ein Team führen sollst und "Reaktivität" feststellst. Das gilt natürlich auch für Kunden oder Lieferanten. Da haben wir dann nämlich eine Brücke zum Thema "Widerstand".

Widerstand, insbesondere in betrieblichen Veränderungsprozessen, entsteht, wenn...

  • jemand nicht an die Veränderung glaubt.
  • jemand neue Aufgaben gefühlt nicht bewältigen kann.
  • jemand sich nicht verändern will.
  • jemand kein Vertrauen in die Organisation hat.
  • jemand sich nicht zutraut sich zu verändern.
  • jemand nicht weiß oder versteht, was mit ihm während des Change-Prozess passiert.

Wenn Du als Unternehmer den Zusammenhang zwischen Widerstand und Reaktivität, der sich über die Sprache ausdrücken kann, verstehst kannst Du hier direkt ansetzen und ggf. zu neuen Lösungen kommen. Denn vielleicht geht es gar nicht um die Zeit oder das Tagesgeschäft sondern um etwas ganz Anderes... Wenn das mal nicht eine neue Betrachtung ist.

Folgende Botschaften solltest Du aus diesem Artikel mitnehmen:

  • Übernimm die Verantwortung für deine Entscheidungen und Nichtentscheidungen und werde Dich Ihrer vor allem bewusst! Sei proaktiv und nicht reaktiv!
  • Achte auf deine Sprache und die Sprache um Dich herum!
  • Widerstand hat verschiedene Gesichter! Wie sieht es da bei Dir selber aus?

 Und denk daran …

"Die Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten."

Georg Christoph Lichtenberg

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