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Drei Elemente um Mitarbeiter bei Veränderungen im Unternehmen “mitzunehmen”

Wann hast Du das letzte Mal im Kino oder zu Hause einen richtig guten Film gesehen?

Und was konkret hat diesen Film ausgemacht, dass er Dir so sonderlich in Erinnerung geblieben ist und das Du vielleicht sogar angeregt mit Freunden über ihn gesprochen hast?

Sehen wir einmal von Schauspielern ab, die Du generell magst, würde ich mal vermuten dass es im Wesentlichen um die Story ging, also was und vor allem wie dieses “Was” in dem Film erzählt wurde. Denn wir Menschen lieben Geschichten! Und wenn es dem Regisseur gelingt seine Geschichte und die dahinterliegende Botschaft emotional richtig zu erzählen sind wir schnell Feuer und Flamme.

Als Unternehmer bist auch Du in gewisser Weise eine Art von Regisseur - vor allem für deine Mitarbeiter und Kunden. 

Stellt sich nun die Frage: “Welche Geschichten erzählst Du in deinem Unternehmen?” 

Und hier vor allem in Veränderungssituationen.

Darum soll es heute gehen. Bereit? Also Popcorn raus …

3...2...1… Action!

Wir leben heute in einer Welt in der die einzige Konstante die Veränderung selbst zu sein scheint. Das Tempo der Veränderungen ist dabei oftmals atemberaubend und die Auswirkungen tiefgreifend. Neben normalen Innovationen sind es heute vor allem disruptive Veränderungen, die über Nacht gesamte Branchen revolutionieren und kein Stein auf dem anderen lassen. Und als Unternehmer bist Du mit deinen Produkten mittendrin und gefordert mit all diesen Veränderungen Schritt zu halten, ob Du willst oder nicht.

Es gibt viele Menschen, die Angst vor Veränderungen haben, denn die mit der Ungewissheit über die Zukunft einhergehende Unsicherheit bedroht ihr Sicherheitsbedürfnis. Das ist absolut menschlich und wird von dem ein oder Anderen gerade im unternehmerischen Kontext viel zu schnell vergessen. Nicht jeder Mitarbeiter, der nicht gleich “Hurra!” schreit wenn Dinge hinterfragt werden, ist ein Saboteur des Wandels.

Umso wichtiger ist es wie betriebliche Veränderungen kommuniziert werden wenn Sie anstehen. Auch Du hast da sicher schon gehört dass “man die Leute mitnehmen muss” und Dich vermutlich öfter mal gefragt wie das denn nun konkret geht.

Und nun denke nochmal daran dass Du als Unternehmer der Regisseur bist. Und was macht der Regisseur? Richtig - er erzählt eine Story. Ergo brauchst Du um deine Mitarbeiter bei Veränderungen mitzunehmen ebenfalls eine Story - die Change Story.

Du kannst Dich natürlich auch entschließen darauf zu verzichten, in grauen Hinterzimmern deine geheimen Pläne schmieden und bloß nicht zu viel nach Außen dringen lassen.

Dann hast Du allerdings sehr wahrscheinlich bald eine andere “Story” im Unternehmen laufen - die Gerüchteküche im sogenannten Flurfunk. Und das Problem hierbei ist dass Andere diese Story schreiben und Du dann mit den Auswirkungen leben musst. Und da Gerüchte ebenfalls für Ungewissheit und Unsicherheit sorgen dürfte der Widerstand gegen mögliche Veränderungen im Unternehmen nicht kleiner werden.

Da hätte ich an deiner Stelle lieber selber das Ruder in der Hand vor allem weil eine Change Story nicht so kompliziert ist wie Sie vielleicht zunächst klingt. Um deine Mitarbeiter oder auch Kunden “mitzunehmen” braucht deine Veränderungsgeschichte nämlich lediglich die folgenden drei Elemente:

 

#1 Anlass für die Veränderung (PUSH)

Dieser Teil soll den Betroffenen von der Notwendigkeit der Veränderung überzeugen, so dass er bereit ist, den aktuellen Zustand in Frage zu stellen. Es geht also darum den sachlichen Anlass so konkret wie möglich zu erläutern um den nötigen Veränderungsprozess anzuschieben (to push).

Habt Ihr beispielsweise einen Großkunden verloren oder wird eine Software, die ihr einsetzt vom Hersteller nicht mehr supportet etc. 

Lasse hier keinen Raum für Gerüchte und vermeide Allgemeinplätze (z.B. “aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage”). 

Warum ist die Veränderung erforderlich?

 

#2 Ziel der Veränderung (PULL)

Ohne eine “Alltags-Vision” wird die Push-Motivation schnell erlahmen. Notwendigkeit allein reicht nicht aus. Das Ziel muss auch emotional(!) begehrlich sein. In der Change Story muss das Ziel, d.h. das Ergebnis nach der erfolgten Veränderung, so konkret beschrieben sein, dass jeder Betroffene seinen ganz persönlichen Nutzen daraus ableiten kann und davon angezogen wird. Dann entsteht Pull-Motivation.

In diesem Bereich ist deine ganze Kreativität als “Regisseur” gefragt denn es geht um den Nutzen der Betroffenen und ihre Emotionen. Weil es so wichtig ist schreibe ich es nochmal: Es geht um den Nutzen der Betroffenen und ihre Emotionen! Das Ziel muss für Sie und Dich attraktiv sein. In der Story konzentrierst Du Dich allerdings auf die Betroffenen.

Fängst Du bei dem Ziel an über Marktanteile, Synergien und anderen Management-Bla-Bla zu reden wird der Zuschauer seine Popcorntüte nehmen und das Kino sofort verlassen. Viele Veränderungen scheitern genau an diesem Punkt.

Deine Hauptaufgabe bei der Erläuterung des Ziels ist es Unsicherheit zu nehmen. Wie wird für mich als Mitarbeiter oder Kunde mein Alltag nach der erfolgten Maßnahme aussehen?

Attraktive Ziele aus Mitarbeitersicht könnten z.B. der Erhalt des Arbeitsplatzes oder eine Vereinfachung des Arbeitsablaufs sein (Mit der neuen Software müssen Daten nur noch in ein statt drei verschiedene Systeme eingegeben werden.)

Was wird nach der Veränderung anders sein und warum ist das attraktiv?

 

#3 Weg der Veränderung (MOVE)

Die Angst vor dem Unbekannten muss durch Informationen über den Prozess der Veränderung aufgefangen werden. Hier gilt es zu erklären welche einzelnen Schritte auf dem Weg zum attraktiven Ziel nun gegangen werden, d.h. welche Meilensteine es gibt (z.B. Auswahl des neuen Lieferanten, Test der neuen Software, Anwendungsschulung, Parallelbetrieb und Umstellung).

Wenn die Mitarbeiter das Gefühl bekommen der Unternehmer beherrscht diesen “move” durch die Veränderung, dann bekommen sie Sicherheit und lassen sich auf den Weg zur Veränderung ein. Wenn am Anfang nicht alle Informationen vorliegen, ist dennoch mit den verfügbaren Informationen eine Geschichte zu entwickeln. Diese kann im Prozess ergänzt und detailliert werden. Allerdings sollten die Kernaussagen nicht verändert werden. Ehrlichkeit siegt!

Welche Schritte werden wir während der Veränderung gehen? 

 

Wenn bei Dir im Unternehmen also Veränderungen anstehen, kannst Du als Unternehmer nun deine Mitarbeiter mit einer Change Story durch den Prozess führen. Dazu musst Du auf die in diesem Artikel dargestellten drei Elemente Acht geben. Eine Garantie, dass deine Story zum Blockbuster wird, hast Du damit natürlich noch nicht. Die hat man in Hollywood vorher allerdings auch nie ;-)

Also 3...2…1… 

Action!

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